Oberbayrisches Volksblatt vom 05.04.2008
Die Arbeit schweißt die Mitglieder zusammen
Wir haben fast bis zum Umfallen gearbeitet. Aber es hat sich gelohnt», sagte Horst Spensberger, Erster Vorstand des Eisenbahner-Sportvereins (ESV).
Rund 4000 Stunden haben die Vereinsmitglieder bis jetzt schon ehrenamtlich in den Neubau ihres Funktionsgebäudes in der Hochfellnstraße investiert. Jetzt stellten sie beim Rohbaufest der Öffentlichkeit stolz das Ergebnis der sechsmonatigen Bautätigkeit vor.Der Bau ist ein Gemeinschaftsprojekt des Städtebauförderprogramms «Soziale Stadt» und des ESV. Das Besondere an dem Vorhaben ist, dass der Verein seine Räume auch Nichtmitgliedern zur Verfügung stellen will, um ihnen damit die Möglichkeit zu sportlichen Aktivitäten zu bieten.
«Kinder stark machen - Menschen verbinden» lautet das Motto, das der ESV für sein ehrgeiziges Bauvorhaben gewählt hat. Kinder, Jugendliche und Familien verschiedenster Nationalitäten und sozialer Schichten sollen dort in Zukunft einen Treffpunkt bekommen. Die Kosten für den Neubau des Funktionsgebäudes und die Erneuerung der Sportanlagen betragen rund 1,9 Millionen Euro.
Unterstützung hat der Verein bei vielen Politikern und Sponsoren gefunden. Die nutzten jetzt das Rohbaufest, um sich schon einmal ein Bild von den neuen Räumlichkeiten zu machen.
«Wir haben auf technischen Schnickschnack und eine außergewöhnliche Architektur bewusst verzichtet, um unseren Kostenrahmen einhalten zu können», erklärte Engelbert Pertl vom Bauteam des ESV.
Weiter «wackeln» würde die Finanzierung der neuen Schießanlage, die im Frühjahr nächsten Jahres auf dem Sportgelände entstehen soll: «Aber da sind wir auch zuversichtlich, dass alles klappt. Wir haben den Plan dafür jetzt reduziert, um Kosten einzusparen», so Pertl.
Rund 1000 Mitglieder gehören derzeit zum ESV. Die Trainer und ehrenamtlichen Helfer betreuen etwa 300 Kinder und Jugendliche aus zwölf Nationen. Jedes Jahr werden rund 350 Sportveranstaltungen für den Nachwuchs durchgeführt. «Das soll auch in Zukunft so sein. Wir wollen, dass die jungen Leute gleich in nächster Nähe einen Ort haben, an dem sie sich treffen und wohlfühlen können», so der Bauleiter. Zum Treffpunkt sei der Neubau schon in den vergangenen Wochen geworden: «Arbeit schweißt zusammen.» Auch Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer machte sich ein Bild von dem Stand der Bauarbeiten: «Bei so einem Bau ist es wie im Sport: Man muss oft viele Hürden überwinden, um Erfolg zu haben. Dem ESV ist das auf jeden Fall gelungen.»
In den nächsten Wochen soll das Verputzen der Innenwände erfolgen. Der Einzug in das Gebäude ist für kommenden Oktober geplant. Bis dahin gibt es noch jede Menge Arbeit, und der Verein wird weiterhin intensiv nach Sponsoren suchen, um für eine gelungene Innenausstattung zu sorgen.

Die Fußballer des ESV freuen sich schon auf ihr neues Funktionsgebäude Foto
Oberbayrisches Volksblatt vom 13.10.2007
«Kinder stark machen - Menschen verbinden», unter diesem Motto entsteht das neue Funktionsgebäude am ESV- Sportplatz.
Gestern fand die Grundsteinlegung statt, bei der Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer eine Schatulle einmauerte, unter anderem mit einer aktuellen Ausgabe des OVB und einer Darstellung des Geburtshauses von Papst Benedikt XVI. in Markt am Inn.
Der Vorsitzende des ESV, Horst Spensberger, sprach von den unzähligen Stunden der Planungsphase und den schon bisher enormen Eigenleistungen der ESV-Mitglieder.
Die Stadt Rosenheim hat das gesamte ESV-Sportgelände im Jahr 2005 für 1,1 Millionen Euro vom Bundeseisenbahnvermögen erworben, um den wichtigen Standort für den Verein und die Bevölkerung in der Nachbarschaft zu sichern. Der Ankauf des Sportgeländes erfolgte mit Förderzusage des Bundesprogramms «Soziale Stadt» im Hinblick auf die künftige Nutzung durch den ESV für seinen Sportbetrieb, aber auch als offene, familienfreundliche Sport- und Freizeitanlage.
Rudi Purainer gab als Finanzvorstand des ESV einen Rückblick auf die Vereinsgeschichte. Nach Jahren der Vorbereitung sei nun ein großer Tag für den ESV. Die ganze Planungs- und Genehmigungsphase sei bereits ein Kraftakt gewesen. Der Verein erhoffe sich durch das Gebäude neue Perspektiven und auch neue Mitglieder. Er lobte die Unterstützer: «Was wären wir ohne die zahlreichen Förderer, Gönner und unser überaus engagiertes Bauteam um Engelbert Pertl, Josef Füglein und Paul Seidel?» Als Förderer wurden die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, der Bayerische Landessportverband und der Bayerische Schützenbund besonders erwähnt.
«Ich gratuliere Ihnen zum Motto ,Kinder stärken - Menschen verbinden' », sagte die Oberbürgermeisterin. Mit den 1,1 Millionen Euro investiere man in die Jugend und damit in die Zukunft. Sport und Spiel sollen Menschen zusammenführen.
Der marode Bauzustand des bisherigen Funktionsgebäude habe einen attraktiven Sportbetrieb erschwert. Der Bau eines neuen Gebäudes sei für den Verein unumgänglich gewesen. Hier entstehe aber nicht nur ein Haus für den Vereinssport, sondern eine Stätte für Treffen und Veranstaltungen für die gesamte Nachbarschaft.
«Wir haben um jeden Euro gekämpft, um von der Bahn das Grundstück zu bekommen und dieses Gebäude darauf bauen zu können», blickte die OB zurück.
Die Gesamtkosten für das neue Gebäude einschließlich eines modernen Schießstandes werden mit rund 1,9 Millionen Euro veranschlagt. Bisher haben die ESV-Mitglieder rund 2000 Stunden Eigenleistung erbracht.
Horst Spensberger, Florian Funk, Zweiter ESV-Vorsitzender, und der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner assistierten der Oberbürgermeisterin bei der Befüllung der Schatulle.

Die Oberbürgermeisterin griff selbst zur Maurerkelle, um die Schatulle, unter anderem mit einer aktuellen Ausgabe des OVB, im Bodenfundament einzumauern. Horst Spensberger und Engelbert Pertl (von rechts) schauen zu. foto Ruprecht










